Beim abschließenden Barbecue tauschen sich Unternehmer und Verantwortliche der Neubaustelle Stifts-Campus über das Projekt aus. Stifts-Campus unter der Lupe
Beeindruckt von der Dimension des Baufortschritts zeigen sich rund 30 Kempener Unternehmerinnen und Unternehmer. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist Kempen und der Projektentwickler CONESTA aus Köln haben zum „Blick hinter die Kulissen“ eingeladen.
Ein Tag vor dem Richtfest dürfen die Mitgliedsunternehmen des Unternehmerkreis Kempen (UKK) den künftigen Stifts-Campus am Schmeddersweg in allen Facetten begutachten. In zwei Gruppen führen die Stiftungs-Vorstände Jürgen Brockmeyer und Holger Schuster sowie CONESTA-Geschäftsführer Norbert Rath die Unternehmer über die Baustelle.
Am 6. Mai fand der erste Spatenstich für die größte Baumaßnahme der Stadt in den letzten Jahren statt. Im Neubaugebiet Kempen-West entsteht auf einer Fläche von 1,4 Hektar ein Ensemble, das künftig 164 älteren Menschen eine neue Heimat bietet.
„Im Spätherbst werden die ersten 120 Bewohner des alten Von-Broichhausen-Stiftes hierher umziehen“, berichtet Brockmeyer zu Beginn der Führungen. Der Vorstand gibt zusätzliche Informationen zu den Rahmenbedingungen des Neubau-Projektes. „Es ist schon eine Erfolgsstory, wie die Stiftung hier zusammen mit CONESTA in Rekordzeit zwei Pflegeeinrichtungen Haus Thomas und Haus Martin hochzieht und damit die vollstationäre Versorgung der Senioren sichert“, betont Peter Nieskens. Der UKK-Vorsitzende bedankt sich im Namen des Unternehmerkreises für die Einladung und die ausgiebige Führung durch ein Ensemble, wo zurzeit die Handwerker unter Hochdruck ihr Werk verrichten.
Die Mitgliedsunternehmen des UKK interessiert, wie eine solche Maßnahme in Zeiten explodierter Preise im Bau- und Energiesektor sowie akutem Fachkräftemangel überhaupt möglich geworden ist. Brockmeyer und Rath erläutern die Win-Win-Situation: CONESTA ist der Investor und baut für Seniorenpflegezwecke, die Stiftung mietet sich ein und betreibt die Häuser.
Beide betonen, dass bei diesem Neubauprojekt alle Player an einem Strang gezogen haben. Neben Stiftung und Bauherr sind dies die Stadt Kempen und der örtliche Energieversorger Stadtwerke Kempen, der Kreis Viersen und der Landschaftsverband Rheinland. Nicht zuletzt, um die Kosten für die künftigen Bewohner bzw. deren Angehörige nicht ausufern zu lassen, haben sich Bauherr und Betreiber für das Mietmodell entschieden.
Beeindruckt zeigen sich die Unternehmer auch von der Messlatte, die CONESTA und Stiftung in Sachen Bau- und Pflegequalität angelegt haben. Alle 164 Senioren in vollstationärer Pflege werden in barrierefreien Einzelzimmern leben, darunter 20 für die Kurzzeitpflege. Das verantwortliche Büro m.a.b. architekten becker & partner mbb setzt auf Nachhaltigkeit: die Flachdächer werden begrünt, der Energiestandard entspricht mit KfW-40 dem neusten Stand der Technik, die Außenanlagen sind gering versiegelt, große Teile des Betons in den beiden jeweils 13 Meter hohen Häusern mit vier Etagen sind aus Recycling-Material.
Gerne hören die Unternehmer auch, dass die Stiftung 25 neue Mitarbeitende einstellen wird und die Stiftung bevorzugt Kempener Betriebe an der Baumaßnahme beteiligt. „Wer einen attraktiven Arbeitsplatz in der Pflege, in der Hauswirtschaft oder in der Verwaltung sucht, darf sich gerne bewerben“, betont Jürgen Brockmeyer.
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| 1 | Besichtigung Neubaustelle Stifts-Campuis | >922.93 KB |
