Die UKK-Veranstaltung in der Thomaeum-Aula bietet anregende Gespräche zwischen Schülern, Unternehmern und Zukunftsforschern. „Unsere Generation ist nicht faul“
„Ich möchte ein Vorurteil ausräumen: Unsere Generation ist nicht faul.“ Mit diesem Satz hat Connor Clever bei der UKK-Veranstaltung im Thomaeum zum Thema „Wie werden wir in Zukunft leben und arbeiten?“ einen Nerv getroffen. Der 18-jährige Oberstufenschüler des Kempener Gymnasiums reagiert auf die Frage von Moderator Paul Becke, wie er sein berufliches Leben gestalten will und mit welchen Herausforderungen er sich konfrontiert sieht. Applaus für den Abiturienten aus Hüls von den Schülern und Lehrern sowie den zwei Dutzend Unternehmern in der Schul-Aula. Wie die gleichaltrige Schülersprecherin Lucie Schuhmacher betont Connor, dass neben einem anspruchsvollen und vielseitigen Job auch die Sicherheit und das Geldverdienen eine Rolle spielen in der späteren Berufswahl.
Beim Thema Sicherheit haben die Schüler mit Blick auf Künstliche Intelligenz die größten Bedenken. „Nutzt die KI als Chance und findet eine Nische, dann werden ihr auch mit Blick auf den demographischen Wandel nicht arbeitslos“, versichert Dr. Harald Köpping Athanasopoulos, Zukunftsforscher wie Moderator Paul Becke. Der Kempener Unternehmerkreis hat das Duo eingeladen zu einem spannenden Vormittag im Thomaeum.
Zu dem auch eine Podiumsdiskussion mit Connor Clever und Lucie Schuhmacher, Schulleiter Dominique Clemens und den Unternehmern Insa Nagels (Geschäftsführerin Nagels Druck Kempen GmbH) und Daniel Sahni (Cocktail Bar & Restaurant Comix) gehören. Sowohl Insa Nagels als auch Daniel Sahni betonen, dass bei aller KI die sozialen Kontakt im Berufsleben das A und O sind. Sahni fordert die Schüler auf, mutig und neugierig ihre Möglichkeiten auszuprobieren. Nagels appelliert an die jungen Erwachsenen, bei der Nutzung von KI den Kopf einzuschalten und sich auf das eigene Urteilsvermögen zu verlassen. Dominique Clemens macht deutlich, dass für ihn die Dreifachrolle Schulleiter, Lehrkraft und Elternteil eine Herausforderung im pädagogischen Anspruch ist, die jungen Menschen nachhaltig auf das Berufsleben vorzubereiten. In einer Berufswelt im dramatischen Wandel seien Werte wie Bildung vermitteln und lebenslanges Lernen fördern entscheidend für den späteren Erfolg der Schülerinnen und Schüler.
Der Trendforscher Dr. Harald Köpping Athanasopoulos, von Haus aus Politologe und mit dem 2b AHEAD Think Tank beim größten Zukunftsforschungsinstitut Europas wissenschaftlich unterwegs, stellt am Ende fest, dass es in der Kempener Schülerschaft offensichtlich weniger Zukunftsangst gibt und die junge Generation die Herausforderungen beherzt annimmt. Martin Alders, stellvertretender UKK-Vorsitzender, gibt den Schülern abschließend mit auf den Weg, sich in der Berufswahl zunächst in Kempen umzuhören. „Unsere Stadt bietet eine Menge Möglichkeiten, ihr müsst nicht in die Ferne schweifen.“
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