In Kempen ist die Schließung der Geburtsstation im Hospital ein Thema. In Kempen ist die Schließung der Geburtsstation im Hospital ein Thema.

Wo mer jebore sin

In Kempen geboren zu werden ist ein Gefühl! Modernen Zukunftsstudien – zum Beispiel zu VUCA – kommen zu einem klaren Ergebnis: Der Controller der Zukunft muss vernetzt denken, nicht-finanzielle Faktoren einbeziehen und kurzfristige Effizienz gegen langfristige Unternehmenswirkung abwägen.

Was heißt das  für das Hospital zum Heiligen Geist Kempen? Das geschäftsführende Direktorium der Artemed Gruppe sollte bei der Schließung der Geburtsstation das Gefühl der Kempener und Umlandkommunen nicht außer Acht lassen. Von den etwa 550 Geburten im Jahr entfallen ca. 50 % auf Bürgerinnen und Bürger aus Kempen und die andere Hälfte auf unsere Umlandkommunen. In Zahlen sind das etwa 1,5 Millionen Euro Umsatz pro Jahr für das Krankenhaus.

Im Kempener Kreißsaal wird jedoch auch der Grundstein für das Gefühl und den Bezug für die Thomasstadt geboren. Viele Personen fühlen sich hier sehr gut aufgehoben und würden auf Grund dieser Erfahrung auch immer wieder „unser“ Krankenhaus aufsuchen. Viele Firmen siedeln Sicht auch deswegen in Kempen an. Junge Familien kommen in die Stadt, gerade weil Sie hier ihre Kinder zur Welt bringen können. Der langfristige Imageschaden für die Stadt und die Artemed ist weitaus höher als ein kurzsichtiges Controlling-Ergebnis.

Ja, vielleicht erwirtschaftet die Geburtsstation einen Fehlbetrag. Durch den guten Ruf und die entsprechenden Fachabteilungen wird dieser Betrag durch eine Mischkalkulation sicher deutlich ausgeglichen.

Die Entscheidung ist kostenbasiert getroffen worden und lässt Weitsicht vermissen.  „Der wirtschaftliche Schaden für Artemed durch die Schließung der Station wird deutlich höher sein als ein etwaiger Fehlbetrag“, sagt Peter Nieskens, Vorsitzender vom Unternehmerkreis Kempen e.V.


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