UKK hat Interesse an Betriebskita

Der Unternehmerkreis hat einen Arbeitskreis “Betriebskindergarten” gegründet.

Das Kempener Jugendamt ist weiterhin im Gespräch mit dem Unternehmerkreis Kempen (UKK), um auszuloten, ob im Stadtgebiet ein Betriebskindergarten eingerichtet werden kann. Das teilte Jugenddezernent Michael Klee in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Dienstagabend mit. Der Unternehmerkreis hat dazu einen Arbeitskreis gegründet. Wie UKK-Sprecher Jürgen Marinello am Mittwoch mitteilte, hat der Arbeitskreis unter Leitung von UKK-Vorstandsmitglied Karin Drabben Anfang Juni zum ersten Mal getagt. Bislang sind vier Mitgliedsunternehmen an dem Projekt interessiert. Sie waren bei der Arbeitskreis-Sitzung vertreten. Für die vier Firmen werden 30 Kita-Plätze benötigt.
Auch der Jugendhilfeausschuss steht hinter dem Vorhaben. Auf Vorschlag der CDU-Fraktion wurde ein Antrag der Christdemokraten zum Kita-Ausbau einstimmig vom Ausschuss verabschiedet. Der enthält auch das Projekt Betriebskindergarten. Wie Dezernent Klee im Fachausschuss erklärte, könne die Stadt selbst keinen Kindergarten in einem Gewerbegebiet bauen. Das ließe die Gesetzgebung nicht zu. Andere Möglichkeiten hätten Firmen. Unklar ist derzeit bei einem Betriebskindergarten für Kinder von Mitarbeitern Kempener Unternehmen, wer die Trägerschaft einer solchen Einrichtung übernimmt. Die Stadt könnte ein gewisses Kontingent an Betreuungplätzen dort “einkaufen”. Das muss allerdings noch abschließend geprüft werden.
Der Unternehmerkreis Kempen hält an dem Plan in jedem Fall fest. Im zuständigen Arbeitskreis war vereinbart worden, einen Betriebskindergarten in einer Nachbarkommune zu besichtigen, um sich über die Modalitäten der Umsetzung zu informieren.
Die Kempener Politik ist an dem Projekt ebenfalls stark interessiert. Bereits im vergangenen Herbst wurde das Thema von der CDU-Fraktion zur Sprache gebracht und die Stadtverwaltung beauftragt, sich darum zu kümmern. Laut Dezernent Klee wird das Jugendamt am Ball bleiben. Es kann eine Alternative zur herkömmlichen Kita sein.

Quelle: RP


Rheinische Post
21.06.2018